Zugbegleitung

Das täglich begrüßende „Halo?!“ der Bank wurde überstrichen. Trotz Witterung und wachsender Gesellen wurde nun der Deckel zugemacht. Versteckt vor sich selbst sitzt er zur gleichen Zeit dort – unzugänglich bis irgendwann.

„Zu sehr mit sich selbst beschäftigt um der Umwelt einen Blick zu schenken.“ Die enge Besitzung zeigt die Beanspruchung dieser Situation. Rote Stellen als Eckpunkte weisen einen kurzfristigen Weg zur Gepäckablage. Niemand nimmt hier was weg, niemand möchte seine Lasten teilen.

An dieser Stelle wird sie wieder stehen gelassen; pendelnt mit festem Griff am Hals. Der Sitz bleibt und war nie reserviert – sollte man auf etwas warten? Warum soll es morgen nicht doch funktionieren? Kurzfristig gekannt und langfristig vergessen – ein Ticket für alle notwendigen Strecken, einfach stehen gelassen. Mit einem immer lauter werdenden Klatschen geht es umher. Lass uns jede Ausfahrt verpassen. Wir könnten so viele Orte durchfahren und die Taschen einfach aufgeben.

Leider sind die Scheiben von Innen beschlagen, keine Sicht auf das, was wäre. Parallel geortet und zu viel gesehen, Zeit um wieder Abstand/Abschied zu nehmen? Irgendwann verlaufen sich die Umstiegsmöglichkeiten, es wird dunkel durch so viel Unaufmerksamkeiten. Wir denken zu viel über und zu wenig mit – die Verspätung ist schon kontrolliert – wir kommen an, aber vielleicht nicht da wo wir wollen.

Und auch wenn man zu viel sieht und weiß - 
und dadurch den Zug vorbeifahren sieht ohne beachtet zu werden. 
Und vielleicht stehe ich am falschen Gleis, 
doch niemand wird mein Ticket zu dir haben...
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