Halo (T)

Durchkämpft durch gespiegelten Zwischenräumen auf der Suche nach dem Ideal oder einer spontanen Konstante steht er ganz ge-/verlassen an der kühlen Luft neben sich. Die Sicht ist leicht beschlagen – schon fast erfroren.

Als Objekt kategorisiert, kreierte er eine holprig beginnende Geschichte um der Entfremdung einen ungewissen Halt zu geben. Aber wo fängt am besten an? Je mehr man sagt, desto mehr wird überhört. Im ersten Level wird man langsam mit der Steuerung vertraut gemacht. Entfernungen sind schwierig einzuschätzen und spontan zu entscheiden. Alles erscheint trotzdem irgendwie recht flach, ein wenig fremd – ferngesteuert. Diese wiederkehrenden Erfahrungen – doch ohne bewussten Zusammenhang.

Die kreierten Geschichten erscheinen grinchig, nur ohne Meinungsänderung zum Ende. Zwischenspeichern ist doch nur was für Anfänger. Hat auch jemand wirklich zugehört? Lieber Schizophren als allein, begibt er sich ins nächste Level.

Alle Fragen stehen offen, die Aufrüstungen und Nachfolgemodelle wurden erfolgreich bezogen – ein saisonales bzw. mediales Fest. Aus dem Takt gekommen und mit Identitätsverlust. All die Arbeit – er steht so kurz davor, endlich aufzustehen. Ein Geben und Nehmen von Schuldzuweisungen kommt hinzu. Die Rolladen sind unten, die Umgebung trotzdem stetig in Veränderung. Noch lange nicht angekommen, aber zumindest aufgestanden. Auf eigenen Beinen – kein Tag ohne Farben.

Die Überblendung verschwimmt den ersten Eindruck. Es folgt eine Überbewertung einzelner Eigenschaften. Es werden Verbindungen mit sich selbst aufgebracht, die zur verzerrten Wahrnehmung führen. Die Attribute unterscheiden sich zum Standpunkt zu sich selbst. Statuseffekte werden verschenkt, falsch verstanden und überschätzt. Überstrahlt von passender Bedienung und gutem Anschein. Hoher Preis, und schlechte Arbeitsbedingungen, trotz leichter Bedienung und vermeidlicher Klarheit?

Der Halo-Effekt – ein persönliches und mediales Problem. Erstmals 1907 von Frederic L. Wells beobachtet. Solange wir noch Dinge hinterfragen, bleibt uns Zeit. Es gibt einprägsameres als den ersten Eindruck. Ungleichheit macht sympathisch. Müssen letzte Eindrücke zu einem Menschen so lange nachklingen? Immer auf der Suche, das Beste zu sehen. Wieso ist es so schwierig Gewohnheiten zu brechen, wieso muss alles messbar sein und warum sollen Dinge nicht funktionieren können?

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