Stehen geblieben (ZN)

Einen Moment bitte!

Ohne Ziel und Grund begibt sich Ötska in die unkontrollierte Welt der manisch hektischen, teils bewundernswert kopflosen Gestalten. Der Lauf des Lebens steuert sie. Jeder scheint seinen Weg zu gehen. Jeder muss etwas erreichen, auch wenn man steinige Abkürzungen oder Abschürfungen aufgrund von dichtem Gestrüpp in kauf nimmt. Man möchte Dinge erreichen, Bewunderung erfahren, Sachen erleben, tief fallen und umso höher wieder steigen. Warum nicht einfach mal stehen bleiben und die eigentliche Welt für eine kurze Zeit beobachten oder ignorieren?

Schauen wir uns die Leute mal an. Jeder von ihnen hat seine einzigartige angeborene Persönlichkeit, welche durch bestimmte Eindrücke, Erfahrungen, oder Veränderungen geprägt wird. Im Jugendalter ist diese Persönlichkeit noch sehr formbar und unausgeprägt, gewinnt aber in der Lebensprägung eine gewisse Standhaftigkeit. So bestreitet jeder seinen Alltag und geht eine gewisse Routine nach. Zur selben Zeit, am selben Ort? Oder passen wir uns den Gegebenheiten an? Trotzdem ist jeder von Ihnen einzigartig und reagiert auf Veränderungen ganz anders. Manche passen sich einfach nur an, andere verändern von grundauf ihre Einstellung oder ihr ganzes Leben. Was ist dein Charakter? Wann zeigst du ihn und wann verstellst du dich?

Ötksa ist in dieser Hinsicht sehr kompliziert. Sein Leben ist ein großer Widerspruch. Er möchte Dinge erreichen, um es danach geplant wieder abreißen zu lassen. Er ist kein Gesellschaftstier, wünscht sich aber manchmal jemanden um sich herum, lässt aber niemanden heran. Er verstellt sich in der Öffentlichkeit so sehr, dass seine wahren Gedanken und Bedürfnisse niemand kennt und versteht. Veränderungen bestehen für ihn nur außerhalb, weil er immer wieder an seine Stelle zurückkehrt. Er zeigt seinen Charakter nur in seltenen Situationen.

Menschen können nicht ewig gleich bleiben. Jeder versucht sich zu verstellen, jemanden zu beeindrucken, gegen seinen Willen zu handeln oder sich einen Plan vorschreiben zu lassen. Man muss eben auch die Gegenseite akzeptieren. Interessen verändern sich, Wichtigkeiten verändern sich, Menschen kommen und gehen aber verbleiben trotzdem irgendwo.

Vielleicht ist auch jetzt dein Moment, die Welt zu erkunden, Leute kennenzulernen und zu Leben? Oder sich voll auf seinen Beruf zu fokussieren und dort aufzugehen. Jeder Mensch der gerade um dich rum stolziert, hat seine Geschichte, seine Probleme und seinen zugeschnittenen Plan. Du könntest unauffällig aus dem Leben verschwinden, und die Welt dreht sich weiter. Du bist der Mensch, mit dem du die meiste Zeit verbringst. Vielleicht ist jeder Widerspruch in deinen Handlungen doch geplant? Kann man sich gegen den Plan wehren?


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Ein Kommentar zu Stehen geblieben (ZN)

  1. monni sagt:

    Ja, alles sehr kompliziert: Die Welt, das Leben, die Menschen… Deshalb halte ich es für das Beste, jeden Tag mit Zuversicht an zu gehen und was Schönes aus ihm zu machen. Zum Beispiel auf einer Wiese liegen und den Blumen zusehen, wie sie sich in einem lauen Lüftlein wiegen. Oder sich in ein Gebüsch zurück zu ziehen und ein bißchen Tag zu träumen. Oder Mausen.
    Ich wünsche Dir einen wunderbaren Tag!!! LG, Monni

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