Soziale Langstrecke (ZN)

Wir klopfen an. Stupsen zurück.
Wir sehen uns kurz um und steigen ein.
Willkommen in der realen Welt. Alles was wir jetzt sehen, denken oder glauben, macht sich auf den Weg. Es ist seifig, aber irgendwie doch da. Jeder Tag ist anders, doch das Schema bleibt sehr ähnlich. Es berührt nur nicht mehr. Der Zug ist abgefahren.

Der Ablauf wird immer wieder blockiert. Zeit und Erfahrung verändern sich. Doch die Umstände erkennt man nicht. Wie eine Rettungsgasse, bilden/bedenken wir eine Entscheidung im letzten Augenblick. Unaufmerksamkeit. Es bindet sich einseitig und doch wird man miteinbezogen. Verharkt wie ein Klettverschluss. Es läuft – Dingfest (Ernst Jandl).

Es sind schwache Statisten die sich festsetzen. Auch ein bisschen, ist etwas. Eine rücksichtslose Wahrnehmung auf der Fahrt – zurück ins Häuschen. Unoffenbar versteckt. Im leeren Raum angekommen bis es klatscht oder bis die Tür nicht mehr richtig schließt. Sie ist zu ausgenutzt oder falsch verwendet. Doch die Fahrt geht immer weiter, das nächste Ziel ist bereits in Sicht. Es geht immer weiter, doch ihn kümmert es nicht.

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