Spotlight (ZN)

Der Weg – geflutet im Licht der Ignoranz als Mittelpunkt der ruhigen Gewässer. Das Herz pocht, die Schminke verwischt im Schweiß. In den Mengen sitzen viele, die nicht wissen wer du bist, wo du her kommst und was du hier eigentlich machst. Es interessiert die meisten auch nicht – keiner schaut rüber.

Diese Beziehung ist unfähig, falsch-verstanden aber hoffnungsvoll. Sie ist nicht mit dem Schein vereinbar. Der Umgang ist nicht zu verstehen, weil Sie keinen Wert zeigt. In den Sand gesetzt. Sich von der Bühne zu schleichen braucht zu viel Energie – diese benötigt er für sich selbst. Um klar zu kommen. Um zu verstehen, was eigentlich niemand sagt.

Der aufgetragene Schutz vor Einblicke wird lichter. Nun tippen Sie auf meiner Schulter, die Ängst, die Gedanken der verminderte Wert. Wer will denn bitte so jemanden? Diese Last kann doch keiner tragen. Immerhin hat man dran teilgenommen – es versucht. Vielleicht wurde man für diese Zwecke gebraucht – hallo Bestätigung.

Mit einem bedeckten schwarzen Gewand und stets gesenktem Blick geht es einen Schritt weiter. Die Stifte sind geladen, die Pappe sitzt perfekt. Diese Anwesenheit wirkt wie ein Verstärker. Komme ich nicht damit klar, weil ich mit mir selbst nicht mal auskomme? Sind die angriffslustigen Augen real, oder sehe ich mich nur selbst? – Der Vorhang geht auf. Auf in die Mengen.

Unsere Wahrnehmung scheint im Mittelpunkt zu stehen und wir glauben, dass andere dies auch registrieren – egal was wir tun. Ständig im Rampenlicht. Wir sollten für andere einfach nicht so wichtig sein, wie für uns selbst. Wer nimmt denn schon die Umwelt wahr? Es ist frustrierend befreiend und befreiend frustrierend. Wieso haben wir Angst aufzufallen? Was will der denn hier? Da wir vergessen, die Perspektive zu wechseln, glauben wir, dass die restliche Welt uns ebenso kleinlich beobachtet – so unbedeutend. Wer schenkt uns denn schon Aufmerksamkeit? Nur Nullen haben keine Kanten.

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T-01 – Getönte Scheiben

In den vergangenen Jahren ist der Anteil von getönten Scheiben massiv gestiegen. Die Einsicht in einen privaten Raum soll neben den offiziellen Schutzeigenschaften wie UV- oder Blendschutz verhindert werden. Mittlerweile – Standard. Wer schützt hier eigentlich wen? Warum sind wir undurchsichtig?

In einem beeinflussten Sichtfeld werden viele Dinge abgeschwächt, verändert dargestellt oder beschützt. Die Sicht muss klar bleiben, schreibt die StVO vor. Aber ist ein klares Sichtfeld immer so vorteilhaft? Macht es andere nicht vielleicht neugieriger, wenn es nicht so ist? Machen wir vielleicht andere mit Unwahrheiten glücklicher – vor allem in der Liebe?

Würdest du deinem/deiner Sohn/Tochter sagen, wenn das tagelang gebastelte Geschenk zu Weihnachten, eigentlich nur ein krummer, unbrauchbarer Aschenbecher ist? Wahrscheinlich nicht. Ganz nach dem Motto „Das Ziel versperrt den Weg.“ ist die Mühe und Liebe dahinter, das was man darin sieht. Ist klug sein, also manchmal besser als echt zu sein?

Medien zeigen uns neuerdings in verschiedenen Weihnachtsfilmen, wie toll und notwendig es ist, Weihnachten mit Familie und Freunden zu verbringen. So wird es uns gelehrt. Völlig ungeschützt und ohne sich währen zu können. Für viele Menschen, die schwerste Zeit im Jahr – ob ohne oder mit Familie und Freunde. Der kalte Boden ist hart, je höher man steigt, desto schneller und härter fällt man.

Gibt es eine Verdunkelungsgefahr?
Mit einem schwarzen Auto, schwarzen Scheiben und schwarzer Kleidung geht es los. Der äußerliche Sichtschutz ist aufgesetzt. Die Masken wurden feierlich für die Wiedereingliederung in das Getümmel der Besinnung entstaubt. Alles ist getestet – das Lächeln sitzt.

Die Fahrt in meinem Taxi beginnt.

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Lehrfahrt (G)

Angekommen in der selbst-berieselten gedanklichen Zweisamkeit
sickern wir ausgedient und missverstanden in die Einsamkeit.
Ein unverständliches Monopol der Erläuterung verkehrt umher,
es geht wieder über Los – und es endet nicht mehr.

Die Bodenhaftung reflektiert die herunterkommende Kälte.
Es strahlt hell, doch nicht da, wo ich mit meinen Gedanken zelte.
„Es ist zu holprig. Ab hier müssen wir zu Fuß weitergehen“
Ich schlitter weiter, denn das Verständnis ist zu ausgenutzt und schwer.

Es vegetiert dahin und ist nichts mehr Wert.
Unterfordernd ist diese sogenannte Zeit, so bleibt alles gesichert.
Auf zur neuen Anfahrt in die begrenzten Häuslichkeiten.
Denn hier gibt’s nur einen Weg und keine Rückfahrmöglichkeiten.

Ich kann gut Mitmenschen umgehen und an der Seite stehen.
Ich kann gut mit Menschen umgehen und Ihnen im Weg stehen.

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Winterrolle (ZN)

Vom Alltagswecker überhört und plötzlich angepasst – ein ungelegener Zeitpunkt. Vor allem dann, wenn nicht vorhandener Erfolg oder Lob einen mehr spüren lässt, als das eigentliche Umfeld. Man ist es nicht gewohnt, ist es daher so besonders?

Mit der Gewissheit irgendwie geschützt zu sein, vernachlässigen wir meist die unsichtbarsten Dinge, aber lassen uns vom Umfeld und sogar der Umwelt beeinflussen. Es ist gut sich aus einer Sicht wohlzufühlen, an etwas Spaß haben sich für etwas hinzugeben und Resonanz zu erhalten, auch wenn diese Zeit einem keiner dankt. Man muss sich einfach entscheiden – oder nicht?

Isoliert und übermannt in der Arbeitswelt, war Ötska die letzten Monate recht gedankenlos in Schacht gehalten worden. Die Vielseitigkeit wurde kurzzeitig dort erfüllt, wo es einem selbst wahrscheinlich am wenigsten nützt. So scheint es. Wenn das restliche Leben einen zu sehr fordert – ist dies die einfachste Flucht. Man macht sich nicht die Gedanken ernst genommen zu werden, weil alles seinen Ablauf mit sich führt. Man wird immer mitgenommen, weil man selbst fährt.

Wir leben alle irgendwie im Widerspruch bzw. im Gegenteil, weil wir auf gewisse Art und Weise doch das machen, was wir möchten. Die Komplexität der Menschen deren Gedanken und Verhaltensweisen sind das Besondere. Das zeigt bspw. der ethische Levis-Trend. Wir setzen uns Träume und leben für Ziele – oder andersrum? Sind Veränderungen gut, oder ist Klarheit besser? Es braucht Zeit jemanden zu verstehen, auch wenn ein Blick die Zeit verlangsamen kann. Der Konflikt zu Komplex um Ordnung zu schaffen. Warum lassen wir uns nicht einschneien und frieren gemeinsam?

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