Lehrfahrt (G)

Angekommen in der selbst-berieselten gedanklichen Zweisamkeit
sickern wir ausgedient und missverstanden in die Einsamkeit.
Ein unverständliches Monopol der Erläuterung verkehrt umher,
es geht wieder über Los – und es endet nicht mehr.

Die Bodenhaftung reflektiert die herunterkommende Kälte.
Es strahlt hell, doch nicht da, wo ich mit meinen Gedanken zelte.
„Es ist zu holprig. Ab hier müssen wir zu Fuß weitergehen“
Ich schlitter weiter, denn das Verständnis ist zu ausgenutzt und schwer.

Es vegetiert dahin und ist nichts mehr Wert.
Unterfordernd ist diese sogenannte Zeit, so bleibt alles gesichert.
Auf zur neuen Anfahrt in die begrenzten Häuslichkeiten.
Denn hier gibt’s nur einen Weg und keine Rückfahrmöglichkeiten.

Ich kann gut Mitmenschen umgehen und an der Seite stehen.
Ich kann gut mit Menschen umgehen und Ihnen im Weg stehen.

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Winterrolle (ZN)

Vom Alltagswecker überhört und plötzlich angepasst – ein ungelegener Zeitpunkt. Vor allem dann, wenn nicht vorhandener Erfolg oder Lob einen mehr spüren lässt, als das eigentliche Umfeld. Man ist es nicht gewohnt, ist es daher so besonders?

Mit der Gewissheit irgendwie geschützt zu sein, vernachlässigen wir meist die unsichtbarsten Dinge, aber lassen uns vom Umfeld und sogar der Umwelt beeinflussen. Es ist gut sich aus einer Sicht wohlzufühlen, an etwas Spaß haben sich für etwas hinzugeben und Resonanz zu erhalten, auch wenn diese Zeit einem keiner dankt. Man muss sich einfach entscheiden – oder nicht?

Isoliert und übermannt in der Arbeitswelt, war Ötska die letzten Monate recht gedankenlos in Schacht gehalten worden. Die Vielseitigkeit wurde kurzzeitig dort erfüllt, wo es einem selbst wahrscheinlich am wenigsten nützt. So scheint es. Wenn das restliche Leben einen zu sehr fordert – ist dies die einfachste Flucht. Man macht sich nicht die Gedanken ernst genommen zu werden, weil alles seinen Ablauf mit sich führt. Man wird immer mitgenommen, weil man selbst fährt.

Wir leben alle irgendwie im Widerspruch bzw. im Gegenteil, weil wir auf gewisse Art und Weise doch das machen, was wir möchten. Die Komplexität der Menschen deren Gedanken und Verhaltensweisen sind das Besondere. Das zeigt bspw. der ethische Levis-Trend. Wir setzen uns Träume und leben für Ziele – oder andersrum? Sind Veränderungen gut, oder ist Klarheit besser? Es braucht Zeit jemanden zu verstehen, auch wenn ein Blick die Zeit verlangsamen kann. Der Konflikt zu Komplex um Ordnung zu schaffen. Warum lassen wir uns nicht einschneien und frieren gemeinsam?

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Verwicklung (ZN)

Vor einigen Wochen besuchte Ötska ein bezäuntes und benetztes Etablissement in der Nähe von Sayn oder nicht Sayn. Eine nicht enden wollende Liebe schwirrt im Bauch der moralisch recht früh festgelegten und bestimmten Welt. Die Liste zum abhacken war stets in der Tasche – sicher ist sicher. Eine herumtreibende Suche nach Sicherheit, Fehlern oder Erlebnisse ist in diesen Zeiten wohl eine unzumutbare Zeitverschwendung.

Mit unterschriebenem Festvertrag und kostenlos beigegebenen Scheuklappen bringen wir eine Einstellung zum Ausdruck die uns wohl besser einfängt, wie ein Netz im Meer zur Müllbeseitigung. Vielleicht verpassen wir etwas besseres oder verlieren, weil wir das, was wir haben, nicht wertschätzen und dadurch vernachlässigen. Ob wir konsum-liebhabenden Gestalten dort auch eine Zurück-Garantie erwarten können? Vielleicht sollten wir uns zunächst die Erfahrungsberichte von anderen durchlesen anstatt uns selbst ein Bild zu machen. Clever mitgedacht. Der Markt sondiert sich ja ebenfalls, wieso sollte ich jetzt etwas investieren, wenn ich dadurch das Risiko erfahre möglicherweise etwas zu verpassen?

In der bedürfnis-erweckenden Welt der Wischerei erfindet man eine erfüllende Befriedung der nicht gedeckten Bedürfnisse. Der Gedanke, sich zunächst selbst zu überprüfen und nicht ablichten zu lassen nimmt einem doch nicht die Freiheit. Ist man nicht eigentlich frei, wenn man nicht wählen muss? Einfach so sein wie man ist. Kein verstellen, kein kontrollieren, keine Masken und keine Bestätigung fordern. Wir können uns nicht selbst lieben, deshalb müssen es eben andere tun.

Was können wir uns denn nun von diesen Viechern abgucken? Natürlich ist die Sicht der Verwandlung einer Raupe zu einem Schmetterling in der Antike oder im Christentum mit einer anderen Bedeutung belastet – dennoch muss der Interpretationsradius gar nicht so groß sein. Das Leben dieser Tiere ist von der Natur bestimmt. Jegliche Deutungen und Herangehensweise sind Darstellungen die wir in eine Verwandlung von „Hässlich“ zu „Schön“ interpretieren möchten – trotz es ja eigentlich immer noch das selbe Tier ist. Auch wir legen Gewohnheiten ab (Entpuppen) und begegnen vielleicht neue Menschen, Einflüsse und Richtungen in unserem Leben, die uns vielleicht anders erscheinen lassen. Dennoch belasten und erfreuen uns Erfahrungen aus Kindheitstagen, die für andere vielleicht ganz anders aussehen oder keine Bedeutung haben.

In der verzerrten Betrachtung der Wirklichkeit decken wir mit einer Transformierung (heranwachsen) die angelernten Täuschungen auf. Doch sind wir wirklich bereit dazu? Wieso etwas verändern, wenn es gut läuft. Das lösen aus der Vertrautheit wagen nur sehr wenige – doch irgendwann wird die Wand brechen und wir verhalten uns so, dass wir lernen Zeit entfaltet zu verschwenden – oder vielleicht nicht?

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Aplomb (ZN)

Jede Strebe hält Ihn gefangen. Zu Neige geht die Ausdauer im bedürfnis- und angstorientierten Rad der Wühler. Ötska dreht durch im Kampf gegen den täglichen Müll. So viel ist in Bewegung, so viel wird überdacht und trotzdem ist er orientierungslos und ra(s)tlos.

Manchmal hört/es alles auf – niemand zu. Wer versteht schon was wir uns wünschen, wenn wir es selbst nicht können. Sind wir egoistisch, böse oder doof? Warum fällt es einem so schwer Strukturen zu brechen. Muss man wirklich einmal hinfallen um das Hamsterrad zu stoppen? Warum nicht mal einfach sitzen bleiben? Er machte einen großen Schritt – wollte mitbestimmen doch nicht beeinflussen. Es war ein großer Tag, doch ist alles so wahr/klar? Die Abstände der Anforderungen werden unregelmäßig. Plötzlich schweift die Aufmerksamkeit ab. Los von Emotionen in Rotationen gefangen. Sind das die Anforderungen die wir heute brauchen?

Warum kann Einfachheit nicht einfach schwierig sein? Wer hat das Rechte Werte zu bewerten? Das System zwingt uns nach draußen zu gehen – jeder will besonders sein. Wer gibt uns das Recht Dinge zu entscheiden. Umso heller der Schein, desto dunkler der Schatten. Sind wir zeitlich geblendet? Was oder Wem kann man heute noch (ver)trauen?

Es sind Fragen deren Antworten die Zeit bringt. Erfahrungen und Erlebnisse sollten unsere Meinung bestimmen. Was wäre wenn jeder Schriftzug auf der Stirn ausgeblichen wäre? Die Zeit vertreiblich nutzen. Hast du Angst was/vor Leiden schaf(f)t? Der Beschluss wurzelt im Lehm der Unterzahl, während die Füße im Einklang hinterher wippen. Wohin richtet sich der Wind?

Die Stimme ist klein und nur erdacht.
Wen interessiert es was es mit ihm macht?
Fest ist die Maske angebracht
– dir habe ich auch eine mitgebracht.


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