Emily’s Story 4/10 (S)

Tagebucheintrag vom 13. Juli 2011:

Hallo liebes Tagebuch. Lange nichts mehr voneinander gehört. Ich habe dich irgendwie in der letzten Zeit vernachlässigt, weil ich wirklich sehr viel um die Ohren hatte.. Es sind billige Ausreden – ich weiß – aber in dem ganzen Umzugs- und Klausurenstress, kam ich einfach nicht mehr richtig dazu, über alles nachzudenken.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Meine Mutter hat wieder mal so einen Reichen mit Kinngestrüpp kennengelernt. Er war zwar immer nett zu mir, aber ich weiß nicht was er wirklich möchte. Solange sie glücklich ist, ist es mir recht. Jetzt kocht sie wieder jeden Abend, und strahlt wenn sie über ihn redet. Das ist doch auch mal schön in dem ganzen Wahnsinn.

Bei mir ist es leider nicht mehr so gut gelaufen. Durch den ganzen Stress und meine aktuelle „Phase“ gab es wieder die ein oder anderen Probleme, weshalb nun endgültig Schluss ist. Die Leute möchten mich einfach nicht verstehen. Niemand ist gut genug; alle passen sich an, wollen herausstechen, besonders sein. Aber sind alle gleich. Wie Lena schon sagte:“Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher.“ Ein schönes Buch, welches wir derzeit bei Herrn Oder lesen. Ich weiß nicht wieso die Leute immer Dinge beenden möchten, sich verändern und im nachhinein doch wieder alles anders sehen. Anstatt man sein kleines Hirn mal einschaltet und an etwas arbeitet, schwingt man sich wieder zur nächsten Liane.

Wie dem auch sei. Komischerweise empfinde ich keinen Liebeskummer. Trotz ich dauernd an alles denken muss, fühle ich einfach nichts. Garnichts. Die Zeit steht still, doch die Tage vergehen. Vielleicht ist es auch nur eine Phase einer Trennung. Oder meine Ansprüche sind so niedrig, dass jeder der nur ein bisschen Interesse zeigt, direkt glaubt eine Chance zu haben. Diese Verliebtheit gibt es auch irgendwie nicht. Menschen kommen und gehen, doch trotzdem bin ich anhänglich. Versteht man nicht. Einfach lächeln und die Leute alles glauben lassen, was sie hören wollen, das macht die Welt glücklich.

Genug davon! Morgen geht’s wieder mit Lilly zur Therapeutin. Mittlerweile habe ich alles ziemlich im Griff. Sie taucht noch manchmal nachts auf. Oder mittlerweile auf Abruf.

Jetzt wird weiter gepackt. Morgen wird ein sehr sehr langer Tag. Meine Therapeutin wohnt nämlich gut 2 Zugstunden entfernt. Anschließend muss ich weiter packen, meine Hausarbeit über den Film „Matrix“ fertigstellen und noch jede Menge lernen. Wie schön, dass man nichts im zukünftigen Leben davon brauchen wird. Genug gemeckert. Ich hoffe ich schreibe nächste Woche wieder. Es steht nämlich noch eine wichtige Sache an, die ich dir jetzt noch nicht erzählen werde! X

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