Eines Samstags… (ZN)

…morgens nach einer mehr oder weniger durchzechten Nacht voller belehrenden Serien und Eindrücke des „soll-anregenden“ Fernsehens, begaben wir uns auf eine kleine Reise durch die Nacht. Mit dem leicht angefrorenen Auto fuhren wir im gezügeltem Tempo durch die Dörfer und dachten über das Leben mit Menschen nach. Wieso Menschen sich ein Partner wünschen, deren Vor- und Nachteile sowie über unsere eigenen Ansichten und Vorstellungen von jemanden. An einem Feldweg in der Nähe eines Bauernhofes stellten wir das Auto ab und setzten uns nach hinten.


(…)
„Wie stellst du dir eigentlich deinen „Traummann“ vor?“

„Ich habe eigentlich keine Erwartungen oder Vorstellungen von einem Traummann. Ich nehme es so hin wie es kommt. Es muss einfach passen. Das Aussehen, der Charakter und das gewisse Etwas. Es kommt, wie es kommt. Mir ist egal ob er gut gebaut ist oder dünn, mit langen Haare oder kurzen Haaren vor meiner Haustür steht. Hauptsache er ist nett, ehrlich und treu. Alles andere kommt nebenbei. Wie ist es bei dir? Was muss deine „Traumfrau“ haben?

„Deine Einstellung finde ich gut, wäre aber für mich zu spontan. Wenn ich ehrlich bin, gibt es meiner Meinung nach diese „Traumfrau“ nicht, weil ich selbst auch nicht perfekt bin. Jeder hat Stärken und Schwächen, seine Kanten und Probleme. Darum…“

„Jetzt sag schon, wie stellst du dir deine Zukünftige vor?!“

„Ja ok. Vom Aussehen her, finde ich große Augen und lange Haare ganz nett. Da würde man schon beim ersten Eindruck ein wenig punkten. Ich mag es auch, wenn die Frau eine Geschichte hat, oder irgendwie Besonders. Natürlich ist es wichtig das jemand ehrlich, lieb und humorvoll ist – treu, nicht verschwenderisch und vielleicht verträumt. Doch am wichtigsten finde ich es, dass sie mich akzeptiert so wie ich bin. Meine leicht komplizierte und widersprüchliche Art ist nicht wirklich so einfach.

„Allerdings. Aber das Besondere ist schon wichtig. Ich mag von einem Mann irgendwie beschützt werden, aber er sollte auch vielseitig sein. Nicht matschig in der Birne oder Eitel. Einfach normal. Der Beruf ist mir egal, seine Vergangenheit ist mir egal. Es soll einfach vor sich hin laufen, auch wenn es nach einer Zeit altmodisch wird. Ich mag das. Er soll schon in der Realität leben und (…)“

„Soviel zu „Es kommt wie es kommt“. Ich mag es spannend und kompliziert. Es klingt vielleicht doof, aber es muss irgendwie Differenzen geben, die den anderen ergänzen. Trotzdem sollten beide so verrückt sein und wie wir einfach um 3 Uhr morgens mit dem Auto rumfahren und über Traumpartner reden trotz wir ja seit paar Monaten zusammen wohnen.“

„Tja, dann bin ich ja vielleicht doch bei dir richtig. Auch wenn du viel Dummes Zeug redest, sind das die Momente. Aber jetzt fahr bitte heim.“


Hierzu: Korrosionsschäden

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