Bewusstunsein (ZN)

Ötska hat sich vor einigen Tagen mit einem bekannten Werk von Bansky befasst: „Sorry! The lifestyle you ordered is currently out of stock.“. Diese Zitat ist auf einer leicht versifften Hauswand mitten in London zu lesen und soll wie üblich zum Nachdenken anregen. In diesem Fall thematisiert Bansky die aktuelle Konsumkultur. Aber ist den Leuten eigentlich bewusst, wie sie mit bestimmten Mitteln handeln und beeinflusst werden? Wie wirkt sich das auf die eigene Darstellung aus?

Man nennt es Aufmerksamkeit, Mitwahrnehmung oder Mitwissen. Jeden Tag lernen und verarbeiten wir eine große Menge von Informationen bewusst und unbewusst in unserem Kopf. Wir sehen Farben, spüren Schmerzen, erfahren schöne und unangenehme Gefühle, lernen Leute kennen und leben dahin. Doch was ist in uns und entscheidet, was wichtig und unwichtig ist?

Ein bärtiger freudiger Mann sagte, dass es drei Bewusstseinsebenen gibt. Die Erste umfasst die augenblickliche Wahrnehmung, bzw. die Gedanken und Zustände die gerade passieren. Das Vorbewusste ist die zweite Ebene und umfasst unsere Erinnerungen und Wissensinhalte, die aktiv jederzeit abgerufen werden können (bspw. Erlebnisse). Und bei der letzten Ebene spricht man von dem sogenannten Unterbewusstsein. Diese beinhalten alle unangenehmen und geheimen Informationen, die man nicht einfach abrufen kann. Ein Zugang dorthin ist meistens sehr schwierig.

Aber nicht unmöglich. Heute gilt das Unterbewusstsein als Intuition, Spontanität oder auch Bauchgefühl. Es verändert und steuert heimlich unser Verhalten. Unser Verstand ist nämlich durch äußere Einflüsse fehleranfällig, es braucht eben diesen zweiten Berater, die zweite Quelle.

Natürlich widerspricht sich das Bauchgefühl mit dem Verstand. Ötska erlebt dies in seiner Selbstbeobachtung häufiger – die innere Stimme. Eine Stimme die Gedanken, Einflüsse und Beobachtungen eine sehr lange Zeit hinterfragt um daraus noch mehr Informationen zu gewinnen. Es hat etwas von einer multiplen Persönlichkeit. Mehrere Identitäten oder das Eintauchen in verschiedenen Rollen, wo man bestimmte Gedankengänge inszenieren kann, um eine gewisse Wahrnehmung dieser Menschen zu spüren und zu verstehen.

Was denken oder fühlen andere? Was zeichnet das Unterbewusstsein aus? Ist es die Stimme im Kopf, das unwohle Gefühl bei Entscheidungen oder drohender Gefahr? Ist es das, was Menschen zu Menschen macht? Oder ist es nur eine Projektion von Ängsten und Wünschen damit wir nicht total verrückt werden?

Mit diesem Thema befasst sich die Tiefenpsychologie. Hier entstehen meist die Auslöser für viele psychischen Störungen.


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