Blinder Fleck (P)

Eins. Außerhalb der Wahrnehmung werden bestimmte Notizen zur Ausschau festgehalten, verworfen und versendet. Dumpf erscheint der aufgebrachte Mut – abgebrochen. Der Verdienst strahlt nach Innen. Im eigenen Guten recht überschaubar, doch halbbewusst eigentlich wertlos. Das Eis zeigte kleine Schäden, doch das Gewissen kämpft weiter. Es gibt nichts zu bieten um wirklich gesehen zu werden. Die geschlossene Glastür ist trüb und kann ein wenig verstellt werden um den Außenraum irgendwie auf Augenhöhe zu projizieren.

Leider zu lange und zu spät dran gewesen, man hat es eilig sich nach nichts zu sehnen und doch zu suchen. In diesem Fall, trotz dem bestreiten einiger Akte, habe ich kein Verständnis mehr. An alles ist zu denken, doch ein frei halten ist einseitig einfach nicht möglich. Päckchen zu teilen die man sich selbst errichtet, ist wie sich selbst vorzutäuschen verantwortlich zu sein was heute so passiert.

Eigentlich schön zu erfahren wie chemisch Emotionen in Wirklichkeit sind. Man gießt sich das Chaos ein, nimmt den Abschaum weg und verliert sich in falschen Ansichten und Situationen. Da sein hilft, wenn der Blick weiter als bis zur Haut gehen würde. Was passiert hinter den Dingen? Du hast mir so viel erzählt was du nicht weißt. So verlernt die Dinge auch sein können und man den letzten Funken in sich mit Leere versorgen mag, ist es nur sehr schwierig das gesehene wirklich im Kalten stehen zu lassen.

Nur Mut vor diesem Schritt. Alle Zeit soll nicht verschwendet sein, bis sie akzeptiert aufzuwachen – verloren ist es ja sowieso schon. Doch wie kann man verlieren, wenn irgendwie niemand gewinnt? Man schwankt zwischen den Höflichkeiten und Möglichkeiten doch verabschiedet sich mit sehr sichtbarer Blindheit. Man steht im gleichen Spiel doch in verschiedenen Leveln und wird nie zueinander finden. Woher willst du wissen wer du bist, wenn du keine Fehler eingehst?

Alles scheint giftig und neben der Spur zu laufen. Keine Einsicht und zu viel Ansicht. Wer wären wir geworden, wenn wir uns richtig sehen würden? Geht es am Ende darum etwas auszuhalten, abzuhalten oder aufzuhalten? Was hat mich so lange gehalten? Warum sehe ich so viel, was ich mir nur gehofft habe? Ein Vertrauensvorschuss der Gleichgültigkeit. Wenn ihr wirklich richtig steht, seht ihr …

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Zugbegleitung (ZN)

Das täglich begrüßende „Halo?!“ der Bank wurde überstrichen. Trotz Witterung und wachsender Gesellen wurde nun der Deckel zugemacht. Versteckt vor sich selbst sitzt er zur gleichen Zeit dort – unzugänglich bis irgendwann.

„Zu sehr mit sich selbst beschäftigt um der Umwelt einen Blick zu schenken.“ Die enge Besitzung zeigt die Beanspruchung dieser Situation. Rote Stellen als Eckpunkte weisen einen kurzfristigen Weg zur Gepäckablage. Niemand nimmt hier was weg, niemand möchte seine Lasten teilen.

An dieser Stelle wird sie wieder stehen gelassen; pendelnt mit festem Griff am Hals. Der Sitz bleibt und war nie reserviert – sollte man auf etwas warten? Warum soll es morgen nicht doch funktionieren? Kurzfristig gekannt und langfristig vergessen – ein Ticket für alle notwendigen Strecken, einfach stehen gelassen. Mit einem immer lauter werdenden Klatschen geht es umher. Lass uns jede Ausfahrt verpassen. Wir könnten so viele Orte durchfahren und die Taschen einfach aufgeben.

Leider sind die Scheiben von Innen beschlagen, keine Sicht auf das, was wäre. Parallel geortet und zu viel gesehen, Zeit um wieder Abstand/Abschied zu nehmen? Irgendwann verlaufen sich die Umstiegsmöglichkeiten, es wird dunkel durch so viel Unaufmerksamkeiten. Wir denken zu viel über und zu wenig mit – die Verspätung ist schon kontrolliert – wir kommen an, aber vielleicht nicht da wo wir wollen.

Und auch wenn man zu viel sieht und weiß - 
und dadurch den Zug vorbeifahren sieht ohne beachtet zu werden. 
Und vielleicht stehe ich am falschen Gleis, 
doch niemand wird mein Ticket zu dir haben...
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Umgesehen (G)

ICD-10 F40.2
Ungestützt im vergangenen Entwurf den Arm zu reichen,
ist wie zurückgewiesen seine Hoffnungen zu streichen.
Die Antonymie lehrt nicht zu spüren, wenn etwas fehlt;
sie ist taktlos angespannt und verwundbar nacherzählt.

Ähnlich unbedeutsam die Worte an dieser Stelle,
Gründe zu finden, seine Zeit weiter zu verschwenden.
Gespeichert wird zwar vor jedem Kampf, doch nicht im Gefälle,
taktlos übersehen und unverstanden – hey, lass dich blenden.

Stumpfe Kippenstummel; Zurückweisung und zweimal nachgedacht.
Ein Fehler weiter, dann hätten wir uns was ausgedacht.
Stets auf der Liste unabgeschlossen um dich weiter wach zu halten.
Welches „versprechen“ sollen wir im Wortschatz behalten?

Vergessen schon nach Tagen, doch noch nie wirklich umgesehen.
Auf Wiedersehen?
Es tut mir Leid, das ist in Ordnung.

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Am falschen Ort (T)

Eine jährliche Flucht treibt Ötska zu persönlich ungünstigen Zeitpunkten an Orte, in der eine außenstehende und offensichtliche Erscheinung eine gewisse Lehre in ihm auslöst die zeigt, dass man selbst doch nur ein flackerndes Licht auf einer riesigen Tafel der vermeidlich austauschbaren Scheinpersönlichkeit ist.

Die Reise beginnt meistens im Dunklen und allein. Mit einer gewissen Last, geht es los. Abgeschottet von allem und auf sich gestellt. Kein Signal. Ganz zuversichtlich weist eine leise Stimme den Weg ins Ungewisse. Man hat kein Recht darauf Umwege zu finden, die vielleicht zu schöneren Ziele führen. Doch wen kümmert’s denn wirklich wo man irgendwann landet, wenn keiner wartet?

Manchmal sind Dinge zu nahbar um wirklich gesehen zu werden – und verschwenden/verschwinden in Gedanken. Das Gepäck – als Last oder Schutz, es kann auf viele Arten nützlich sein. Der Standpunkt erscheint auf jedem Schild gleich, doch hier soll man vielleicht nicht stehen. Gut besucht und ein wenig zertrampelt nur um das Beste zu sehen – aber niemand hört zu.

Nach der Reise ist es nicht verwirrend hier zu stehen. Wie zweitrangig das Ziel erscheint, wenn wir bestimmten Wegen nur ausweichen, weil Sie durch Vorurteile steinig und schwer sein sollen. Akzeptanz um aus der vorgedachten Reihe zu tanzen. Die Bedeutung von Hintergründe schon vorzubeugen, um sich nicht auf Seite ziehen zu lassen. Alles scheint verlaufen, doch irgendwie vernünftig. Vielleicht soll es an solchen Tagen regnen, damit sie in Erinnerung bleiben.

Wieso zwischen Verstand und Herz unterscheiden? Wieso nicht daran arbeiten, wenn keine Aufgaben da sind? Warum denken Menschen, dass der Standard schön ist und fühlen sich wohl, wenn alles super erscheint. Wo sind die Herausforderungen um was einzigartiges zu haben. Wieso abreisen, wenn man nur den abgelaufenen, abgenutzten und beurteilten Sichten und Richtungen folgt?

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