Zugbegleitung (ZN)

Das täglich begrüßende „Halo?!“ der Bank wurde überstrichen. Trotz Witterung und wachsender Gesellen wurde nun der Deckel zugemacht. Versteckt vor sich selbst sitzt er zur gleichen Zeit dort – unzugänglich bis irgendwann.

„Zu sehr mit sich selbst beschäftigt um der Umwelt einen Blick zu schenken.“ Die enge Besitzung zeigt die Beanspruchung dieser Situation. Rote Stellen als Eckpunkte weisen einen kurzfristigen Weg zur Gepäckablage. Niemand nimmt hier was weg, niemand möchte seine Lasten teilen.

An dieser Stelle wird sie wieder stehen gelassen; pendelnt mit festem Griff am Hals. Der Sitz bleibt und war nie reserviert – sollte man auf etwas warten? Warum soll es morgen nicht doch funktionieren? Kurzfristig gekannt und langfristig vergessen – ein Ticket für alle notwendigen Strecken, einfach stehen gelassen. Mit einem immer lauter werdenden Klatschen geht es umher. Lass uns jede Ausfahrt verpassen. Wir könnten so viele Orte durchfahren und die Taschen einfach aufgeben.

Leider sind die Scheiben von Innen beschlagen, keine Sicht auf das, was wäre. Parallel geortet und zu viel gesehen, Zeit um wieder Abstand/Abschied zu nehmen? Irgendwann verlaufen sich die Umstiegsmöglichkeiten, es wird dunkel durch so viel Unaufmerksamkeiten. Wir denken zu viel über und zu wenig mit – die Verspätung ist schon kontrolliert – wir kommen an, aber vielleicht nicht da wo wir wollen.

Und auch wenn man zu viel sieht und weiß - 
und dadurch den Zug vorbeifahren sieht ohne beachtet zu werden. 
Und vielleicht stehe ich am falschen Gleis, 
doch niemand wird mein Ticket zu dir haben...
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Umgesehen (G)

ICD-10 F40.2
Ungestützt im vergangenen Entwurf den Arm zu reichen,
ist wie zurückgewiesen seine Hoffnungen zu streichen.
Die Antonymie lehrt nicht zu spüren, wenn etwas fehlt;
sie ist taktlos angespannt und verwundbar nacherzählt.

Ähnlich unbedeutsam die Worte an dieser Stelle,
Gründe zu finden, seine Zeit weiter zu verschwenden.
Gespeichert wird zwar vor jedem Kampf, doch nicht im Gefälle,
taktlos übersehen und unverstanden – hey, lass dich blenden.

Stumpfe Kippenstummel; Zurückweisung und zweimal nachgedacht.
Ein Fehler weiter, dann hätten wir uns was ausgedacht.
Stets auf der Liste unabgeschlossen um dich weiter wach zu halten.
Welches „versprechen“ sollen wir im Wortschatz behalten?

Vergessen schon nach Tagen, doch noch nie wirklich umgesehen.
Auf Wiedersehen?
Es tut mir Leid, das ist in Ordnung.

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Am falschen Ort (T)

Eine jährliche Flucht treibt Ötska zu persönlich ungünstigen Zeitpunkten an Orte, in der eine außenstehende und offensichtliche Erscheinung eine gewisse Lehre in ihm auslöst die zeigt, dass man selbst doch nur ein flackerndes Licht auf einer riesigen Tafel der vermeidlich austauschbaren Scheinpersönlichkeit ist.

Die Reise beginnt meistens im Dunklen und allein. Mit einer gewissen Last, geht es los. Abgeschottet von allem und auf sich gestellt. Kein Signal. Ganz zuversichtlich weist eine leise Stimme den Weg ins Ungewisse. Man hat kein Recht darauf Umwege zu finden, die vielleicht zu schöneren Ziele führen. Doch wen kümmert’s denn wirklich wo man irgendwann landet, wenn keiner wartet?

Manchmal sind Dinge zu nahbar um wirklich gesehen zu werden – und verschwenden/verschwinden in Gedanken. Das Gepäck – als Last oder Schutz, es kann auf viele Arten nützlich sein. Der Standpunkt erscheint auf jedem Schild gleich, doch hier soll man vielleicht nicht stehen. Gut besucht und ein wenig zertrampelt nur um das Beste zu sehen – aber niemand hört zu.

Nach der Reise ist es nicht verwirrend hier zu stehen. Wie zweitrangig das Ziel erscheint, wenn wir bestimmten Wegen nur ausweichen, weil Sie durch Vorurteile steinig und schwer sein sollen. Akzeptanz um aus der vorgedachten Reihe zu tanzen. Die Bedeutung von Hintergründe schon vorzubeugen, um sich nicht auf Seite ziehen zu lassen. Alles scheint verlaufen, doch irgendwie vernünftig. Vielleicht soll es an solchen Tagen regnen, damit sie in Erinnerung bleiben.

Wieso zwischen Verstand und Herz unterscheiden? Wieso nicht daran arbeiten, wenn keine Aufgaben da sind? Warum denken Menschen, dass der Standard schön ist und fühlen sich wohl, wenn alles super erscheint. Wo sind die Herausforderungen um was einzigartiges zu haben. Wieso abreisen, wenn man nur den abgelaufenen, abgenutzten und beurteilten Sichten und Richtungen folgt?

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Halo (T)

Durchkämpft durch gespiegelten Zwischenräumen auf der Suche nach dem Ideal oder einer spontanen Konstante steht er ganz ge-/verlassen an der kühlen Luft neben sich. Die Sicht ist leicht beschlagen – schon fast erfroren.

Als Objekt kategorisiert, kreierte er eine holprig beginnende Geschichte um der Entfremdung einen ungewissen Halt zu geben. Aber wo fängt am besten an? Je mehr man sagt, desto mehr wird überhört. Im ersten Level wird man langsam mit der Steuerung vertraut gemacht. Entfernungen sind schwierig einzuschätzen und spontan zu entscheiden. Alles erscheint trotzdem irgendwie recht flach, ein wenig fremd – ferngesteuert. Diese wiederkehrenden Erfahrungen – doch ohne bewussten Zusammenhang.

Die kreierten Geschichten erscheinen grinchig, nur ohne Meinungsänderung zum Ende. Zwischenspeichern ist doch nur was für Anfänger. Hat auch jemand wirklich zugehört? Lieber Schizophren als allein, begibt er sich ins nächste Level.

Alle Fragen stehen offen, die Aufrüstungen und Nachfolgemodelle wurden erfolgreich bezogen – ein saisonales bzw. mediales Fest. Aus dem Takt gekommen und mit Identitätsverlust. All die Arbeit – er steht so kurz davor, endlich aufzustehen. Ein Geben und Nehmen von Schuldzuweisungen kommt hinzu. Die Rolladen sind unten, die Umgebung trotzdem stetig in Veränderung. Noch lange nicht angekommen, aber zumindest aufgestanden. Auf eigenen Beinen – kein Tag ohne Farben.

Die Überblendung verschwimmt den ersten Eindruck. Es folgt eine Überbewertung einzelner Eigenschaften. Es werden Verbindungen mit sich selbst aufgebracht, die zur verzerrten Wahrnehmung führen. Die Attribute unterscheiden sich zum Standpunkt zu sich selbst. Statuseffekte werden verschenkt, falsch verstanden und überschätzt. Überstrahlt von passender Bedienung und gutem Anschein. Hoher Preis, und schlechte Arbeitsbedingungen, trotz leichter Bedienung und vermeidlicher Klarheit?

Der Halo-Effekt – ein persönliches und mediales Problem. Erstmals 1907 von Frederic L. Wells beobachtet. Solange wir noch Dinge hinterfragen, bleibt uns Zeit. Es gibt einprägsameres als den ersten Eindruck. Ungleichheit macht sympathisch. Müssen letzte Eindrücke zu einem Menschen so lange nachklingen? Immer auf der Suche, das Beste zu sehen. Wieso ist es so schwierig Gewohnheiten zu brechen, wieso muss alles messbar sein und warum sollen Dinge nicht funktionieren können?

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