Kaffee to go (ZN)

„Einen Kaffee bitte.“

In der Umsteigezeit zwischen verschiedenen Umwegbeförderungsmitteln stehen wir manchmal vor willkürlichen Entscheidungen. Je nach Situation oder Befindlichkeit erleben wir andere Betrachtungsweisen und stehen an verschiedenen Gleisen um ans Ziel zu kommen. Ötska steht falsch. Er betrachtet die falsche Richtung und landet manchmal mit Verspätung oder Umwegen ans Ziel.

Im Flur der vielen Türen. Wir können nicht abwägen, was in uns entscheidet. Der Kopf, der Bauch oder andere Bedürfnisse. Wir können nicht differenzieren, ob die innerlichen oder äußerlichen Einflüsse unser Denken beeinflussen oder sogar auf weitere Flure führt. Jeder Stock sieht gleich aus, aber sie sind doch irgendwie verbunden – zusammenhängend.

Doch der Aufzug bleibt stehen. Eingeschlossen zwischen zwei Welten. Gefangen in einem dunklen kleinen Raum. Was beeinflusst uns jetzt? Die Erfahrung sagt, Dunkelheit schmeckt nicht, die Wahrnehmung leidet. Hätte Ötska doch nur die Treppe genommen. Doch jetzt, steht er in der vollen Aufmerksamkeit. Wo findet er das Richtige, das Falsche, die Klarheit? Was bilden wir uns eigentlich ein? Wie kann man die Dunkelheit ausschalten? Sogar im Schlaf denken, phantasieren und verarbeiten wir Informationen in unserem Unterbewusstsein. Wo ist diese sogenannte Ruhe? Das ist doch Wahnsinn, was aus einem vermeidlichen Missverständnis entstehen kann.

Er drückt den Knopf: Kaffee schwarz
„Groß oder Klein?“

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Spotlight (ZN)

Der Weg – geflutet im Licht der Ignoranz als Mittelpunkt der ruhigen Gewässer. Das Herz pocht, die Schminke verwischt im Schweiß. In den Mengen sitzen viele, die nicht wissen wer du bist, wo du her kommst und was du hier eigentlich machst. Es interessiert die meisten auch nicht – keiner schaut rüber.

Diese Beziehung ist unfähig, falsch-verstanden aber hoffnungsvoll. Sie ist nicht mit dem Schein vereinbar. Der Umgang ist nicht zu verstehen, weil Sie keinen Wert zeigt. In den Sand gesetzt. Sich von der Bühne zu schleichen braucht zu viel Energie – diese benötigt er für sich selbst. Um klar zu kommen. Um zu verstehen, was eigentlich niemand sagt.

Der aufgetragene Schutz vor Einblicke wird lichter. Nun tippen Sie auf meiner Schulter, die Ängst, die Gedanken der verminderte Wert. Wer will denn bitte so jemanden? Diese Last kann doch keiner tragen. Immerhin hat man dran teilgenommen – es versucht. Vielleicht wurde man für diese Zwecke gebraucht – hallo Bestätigung.

Mit einem bedeckten schwarzen Gewand und stets gesenktem Blick geht es einen Schritt weiter. Die Stifte sind geladen, die Pappe sitzt perfekt. Diese Anwesenheit wirkt wie ein Verstärker. Komme ich nicht damit klar, weil ich mit mir selbst nicht mal auskomme? Sind die angriffslustigen Augen real, oder sehe ich mich nur selbst? – Der Vorhang geht auf. Auf in die Mengen.

Unsere Wahrnehmung scheint im Mittelpunkt zu stehen und wir glauben, dass andere dies auch registrieren – egal was wir tun. Ständig im Rampenlicht. Wir sollten für andere einfach nicht so wichtig sein, wie für uns selbst. Wer nimmt denn schon die Umwelt wahr? Es ist frustrierend befreiend und befreiend frustrierend. Wieso haben wir Angst aufzufallen? Was will der denn hier? Da wir vergessen, die Perspektive zu wechseln, glauben wir, dass die restliche Welt uns ebenso kleinlich beobachtet – so unbedeutend. Wer schenkt uns denn schon Aufmerksamkeit? Nur Nullen haben keine Kanten.

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T-01 – Getönte Scheiben

In den vergangenen Jahren ist der Anteil von getönten Scheiben massiv gestiegen. Die Einsicht in einen privaten Raum soll neben den offiziellen Schutzeigenschaften wie UV- oder Blendschutz verhindert werden. Mittlerweile – Standard. Wer schützt hier eigentlich wen? Warum sind wir undurchsichtig?

In einem beeinflussten Sichtfeld werden viele Dinge abgeschwächt, verändert dargestellt oder beschützt. Die Sicht muss klar bleiben, schreibt die StVO vor. Aber ist ein klares Sichtfeld immer so vorteilhaft? Macht es andere nicht vielleicht neugieriger, wenn es nicht so ist? Machen wir vielleicht andere mit Unwahrheiten glücklicher – vor allem in der Liebe?

Würdest du deinem/deiner Sohn/Tochter sagen, wenn das tagelang gebastelte Geschenk zu Weihnachten, eigentlich nur ein krummer, unbrauchbarer Aschenbecher ist? Wahrscheinlich nicht. Ganz nach dem Motto „Das Ziel versperrt den Weg.“ ist die Mühe und Liebe dahinter, das was man darin sieht. Ist klug sein, also manchmal besser als echt zu sein?

Medien zeigen uns neuerdings in verschiedenen Weihnachtsfilmen, wie toll und notwendig es ist, Weihnachten mit Familie und Freunden zu verbringen. So wird es uns gelehrt. Völlig ungeschützt und ohne sich währen zu können. Für viele Menschen, die schwerste Zeit im Jahr – ob ohne oder mit Familie und Freunde. Der kalte Boden ist hart, je höher man steigt, desto schneller und härter fällt man.

Gibt es eine Verdunkelungsgefahr?
Mit einem schwarzen Auto, schwarzen Scheiben und schwarzer Kleidung geht es los. Der äußerliche Sichtschutz ist aufgesetzt. Die Masken wurden feierlich für die Wiedereingliederung in das Getümmel der Besinnung entstaubt. Alles ist getestet – das Lächeln sitzt.

Die Fahrt in meinem Taxi beginnt.

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